Am 31. Oktober sind in Berlin zahlreiche Demonstrationen angekündigt. Geschäfte und Einrichtungen — insbesondere jüdische — befürchten Übergriffe. Wir stellen Zweier-Teams, die sichtbar vor Ort sind, beobachten, dokumentieren und im Ernstfall sofort die Polizei rufen.
Schutznetz ist zivile Solidarität, keine Bürgerwehr. Diese Grenze ist nicht verhandelbar.
Die Einsatzkoordination läuft über ein zugangsgeschütztes Werkzeug — nicht über diese Seite.
Ein Ort kommt nur in unsere interne Liste, wenn Inhaber oder Gemeinde zugestimmt haben. Niemand wird ungefragt „geschützt".
Pro Ort werden Zeitfenster geplant. Helferinnen und Helfer tragen sich ein; jede Schicht hat eine Zielstärke.
Beim Eintreffen: Check-in. Beim Gehen: Check-out. Die Koordination sieht jederzeit, welcher Ort abgedeckt ist.
Beobachtungen laufen als Lagemeldungen zusammen — in drei Stufen: Info, Warnung, Ernst. Bei Ernst gilt: erst 110, dann melden.
Eine öffentliche Karte „besonders schützenswerter Orte" wäre genau das, was Angreifer brauchen: eine Zielliste. Deshalb ist die Ortsliste nicht Teil dieser Website. Sie liegt zugangsgeschützt vor, Zugang bekommt nur, wer persönlich verbürgt ist — und jeder Eintrag setzt das Einverständnis der Betroffenen voraus. Wer die Liste nicht sehen muss, sieht sie nicht.
Jede Helferin und jeder Helfer erkennt diese sechs Regeln an. Wer sie nicht mittragen kann, läuft nicht mit.
Ausführlich — Grundhaltung, Vorbereitung, Verhalten bei Provokation und Gewalt, rechtlicher Rahmen, Nachsorge: Der Leitfaden. Pflichtlektüre vor der ersten Schicht.
Sie führen ein Geschäft oder eine Einrichtung und machen sich für den 31. Oktober Sorgen? Drei Schritte:
Melden Sie Ihre Sorge vorab Ihrem örtlichen Polizeiabschnitt — Stichwort Objektschutz. Die Polizei plant für den 31.10. einen Großeinsatz; je früher sie von gefährdeten Objekten weiß, desto besser. Abschnitt finden: polizei.berlin.de
Antisemitische Vorfälle — auch unterhalb der Strafbarkeitsgrenze, auch anonym — dokumentiert die Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus: report-antisemitism.de
Wenn Sie zusätzlich solidarische Präsenz vor Ihrer Tür möchten, nehmen wir Ihren Ort auf — ausschließlich mit Ihrem Einverständnis, und nie auf einer öffentlichen Liste. Schreiben Sie an derbimon@gmail.com: Art des Geschäfts, Bezirk, gewünschte Zeiten, Rückrufnummer. Wir melden uns persönlich.
Wir suchen Menschen, die am 31. Oktober ein paar Stunden sichtbar vor einem Ort stehen. Ruhig, verlässlich, zu zweit.
So kommst du rein: Zugang zur Koordination gibt es über persönliche Verbürgung — jemand, der schon dabei ist, bringt dich mit. Das ist kein Misstrauen gegen dich, sondern Schutz der Orte: Wer die interne Liste sehen will, muss jemandem bekannt sein. Melde dich über den Kontaktweg unten oder sprich die Person an, von der du von Schutznetz erfahren hast.
Was du mitbringst: Verlässlichkeit für deine Schicht, die sechs Regeln oben — und sonst nichts. Keine Vorerfahrung nötig. Eingewiesen wirst du vor Ort von deinem Schichtpartner.
Du hast schon einen Einladungscode? Dann geht es hier hinein: Einsatzzentrale öffnen — Live-Karte, Schichtplan, Lagemeldungen, Ideen-Brett und Notfall-Funktionen, nur für Mitwirkende.
Polizei-Notruf. Bei jeder akuten Gefahr zuerst anrufen — vor jeder Meldung an uns.
Für Geschäfte, die Präsenz wünschen, und für Menschen, die mitmachen wollen. Bitte keine Ortsangaben Dritter ohne deren Wissen.